USA wollen Steuerparadiesen das Fürchten lehren

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US-Steuerbehörde Facta: Will Zugriff auf die Daten in allen Banken der Welt

 

Um weltweit Steuerflüchtige US-Bürgern mit Schwarzkonten aufdecken zu können, will die amerikanische Steuerbehörde alle Banken dazu zwingen, die Daten von Kunden aus den USA bekanntzugeben. Sollten die ausländischen Institute nicht mit den US-Behörden kooperieren, soll es zu satten Strafsteuer kommen.

Sechs große EU-Staaten wollen den Steuerparadiesen das Fürchten lehren. In Dublin kündigten die Finanzminister einen Feldzug gegen Steuerhinterziehung und kreative Steuervermeidung an. Der Druck kommt vor allem aus den USA.

Dabei hat die USA im Bundesstaat Delaware auf eigenem Territorium selbst eine Steueroase! Sollten Finanzinstitutionen nicht bereit sein, die Daten herauszugeben, würden sie mit erheblichen Sanktionen konfrontiert.

Auch der luxemburgische Finanzminister Luc Frieden kritisierte das Vorgehen der großen Sechs. “Die kleinen EU-Staaten sollen offenbar hinterher laufen”, grummelte Frieden.

Selbst die für ihre verschwiegenen Banken berühmte Schweiz hat FATCA in einem Abkommen mit den USA übernommen, allerdings gibt es Protest. Die “Neue Zürcher Zeitung” spricht von einem “Steuerdiktat” der Großmacht USA. Die großen EU-Staaten wollen den automatischen Datenaustausch nun also zum Standard für Europa machen. Die Letzte, die sich dagegen offensiv wehrt, ist die österreichische Finanzministerin Maria Fekter von der Österreichischen Volkspartei. Sie sprach in Dublin von “einem Angriff auf das Bankgeheimnis”, das in Österreich Verfassungsrang hat. Der vorgeschlagene Datenaustausch führe “zu einem Datenfriedhof”. “Es ist besser an der Quelle zu besteuern”, so Fekter. Österreich erhebt – allerdings anonym- eine Quellensteuer auf Zinseinkünfte.

 

 

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