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Der Facebook Börsengang kostet Nasdaq zehn Millionen

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Für den Patzer beim Börsengang von Facebook wird für die US-Technologiebörse Nasdaq richtig teuer: 10 Millionen Dollar muss der Börsenbetreiber Nasdaq als Strafe für seine schlechte Vorbereitung auf den Anlegeransturm bezahlen. Der angerichtete Schaden liegen jedoch weit höher.

New York – Der Facebook-Börsengang hat für den verantwortlichen Börsenbetreiber Nasdaq ein teures Nachspiel: Die US-Börsenaufsicht SEC brummte Nasdaq eine Strafe von 10 Millionen Dollar auf. Nach Angaben der Behörde ist das die höchste Summe, die jemals ein Börsenbetreiber zahlen musste.

Der Flut von Kauf- und Verkaufsaufträgen sei das Nasdaq-System nicht gewachsen gewesen, erklärte die SEC am Mittwoch in Washington. Dabei ist im Vorfeld bereits klar gewesen, dass Facebook einen der größten Börsengänge der Geschichte durchführen würde. Die US-Börsenaufsicht SEC warf den Nasdaq-Managern zudem vor, nach dem Ausfall der Systeme falsch gehandelt zu haben.

Die Panne hat auf die Facebook-Aktie belastende Auswirkungen gehabt, die zwischenzeitlich mehr als die Hälfte ihres Wertes einbüßte. Aktuell kostet die Aktie knapp 24 Dollar und ist damit immer noch weit vom einstigen Verkaufspreis von 38 Dollar entfernt.

Die Facebook-Anleger werden mit 62 Millionen entschädigt

Facebook startete am 18. Mai vergangenen Jahres an der Börse. Für viele Anleger blieb an dem Morgen jedoch unklar, ob sie die Aktie nun besaßen oder nicht. Mehr als 30.000 Aufträge hätten für zwei Stunden im Nasdaq-System festgehangen, schrieb die SEC.

Die Aufsicht monierte, dass Nasdaq den Handel vorantrieb, ohne die genaue Ursache des Problems zu kennen,. Außerdem habe der Börsenbetreiber Nasdaq gegen eigene Regeln verstoßen, unter anderem als es selbst in den Handel mit Facebook-Aktien eingestiegen sei und dabei einen Gewinn von über zehn Millionen Dollar gemacht habe. Nach Informationen des „Wall Street Journal“ wollte die Börse in langen Verhandlungen mit der SEC eine Strafe um fünf Millionen Dollar aushandeln.

Wegen der Panne muss Nasdaq-Chef Robert Greifeld auf einen Teil seines Jahresbonus verzichten. Betroffene Aktionäre sollen von dem Börsenbetreiber mit 62 Millionen Dollar entschädigt werden. Nach Ansicht von Börsenbeobachtern deckt das aber nur einen kleinen Teil der tatsächlichen Verluste aus dem Chaos am ersten Handelstag: Laut Schätzungen könnte der Schaden eine halbe Milliarde Dollar erreicht haben.

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Zweifel am Fachkräftemangel in der IT-Branche

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Gute Leute sind kaum zu bekommen, klagen die Unternehmen überall und das ist in der IT-Branche ebenso. Gleich mehrere Gegenargumente die von Studien gestützt sind Behaupten anderes: Demnach sind die Gehälter in der Branche zuletzt um zwei bis drei Prozent gestiegen. Müssten dringend benötigte IT-Fachleute nicht viel besser bezahlt werden?

Fast 900.000 Menschen arbeiten in der IT-Branche, die Zeichen stehen weiter auf Wachstum!

Eine neue Studie der IG Metall weckt aber Zweifel am Fachkräftemangel – diesmal allerdings in einem Bereich, den auch die Skeptiker als Mangelwirtschaft eingeschätzt hätten: die IT-Branche. „Unternehmen und Verbände geben an, dass Computer und Software-Experten fehlen, und dann steigen die Gehälter 2012 durchschnittlich nur um zwei Prozent gegenüber dem Vorjahr,“ sagt Juan-Carlos Rio Antas von der IG Metal: „Das passt nicht zusammen.“ Rio Antas ist im Vorstand der IG Metall für die Branche zuständig.

Firmen müssten heute immer öfters für sich werben, um die passenden Bewerber zu bekommen. Die Lage auf dem IT-Arbeitsmarkt bleibt weiter angespannt, auch wenn im letzten Semester rund 50.000 Studienanfänger ein Informatik- oder technischen Studium begonnen haben. „Weniger als die Hälfte der Studienanfänger schließt am Ende auch das Studium ab. Hier muss etwas verändert werden“, sagte Stephan Pfisterer, beim Branchenverband Bitkom für Bildungspolitik und Arbeitsmarkt zuständig.

Angesichts des Fachkräftemangels müssten sich IT-Unternehmen auch für die älteren Fachkräfte öffnen, die bislang schlechte Chancen bei der Jobsuche hatten. „Arbeitnehmer bleiben länger im Beruf, sie müssen am Ball bleiben, um für die Unternehmen attraktiv zu sein“

Gäbe es tatsächlich einen Mangel an IT-Fachkräften, hätten die Gehälter explodieren müssen, erklärt er. Sind sie 2012 aber nicht. Und ebenso wenig in den Jahren davor.

Für ihre Studie hat die Gewerkschaft im vierten Quartal des vergangenen Jahres 2012 rund 32.000 Beschäftigte der Computerindustrie nach ihrem Gehalt gefragt. Die Ergebnisse wurden zum Start der Computermesse Cebit in Hannover vorgestellt.

 

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USA wollen Steuerparadiesen das Fürchten lehren

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US-Steuerbehörde Facta: Will Zugriff auf die Daten in allen Banken der Welt

 

Um weltweit Steuerflüchtige US-Bürgern mit Schwarzkonten aufdecken zu können, will die amerikanische Steuerbehörde alle Banken dazu zwingen, die Daten von Kunden aus den USA bekanntzugeben. Sollten die ausländischen Institute nicht mit den US-Behörden kooperieren, soll es zu satten Strafsteuer kommen.

Sechs große EU-Staaten wollen den Steuerparadiesen das Fürchten lehren. In Dublin kündigten die Finanzminister einen Feldzug gegen Steuerhinterziehung und kreative Steuervermeidung an. Der Druck kommt vor allem aus den USA.

Dabei hat die USA im Bundesstaat Delaware auf eigenem Territorium selbst eine Steueroase! Sollten Finanzinstitutionen nicht bereit sein, die Daten herauszugeben, würden sie mit erheblichen Sanktionen konfrontiert.

Auch der luxemburgische Finanzminister Luc Frieden kritisierte das Vorgehen der großen Sechs. „Die kleinen EU-Staaten sollen offenbar hinterher laufen“, grummelte Frieden.

Selbst die für ihre verschwiegenen Banken berühmte Schweiz hat FATCA in einem Abkommen mit den USA übernommen, allerdings gibt es Protest. Die „Neue Zürcher Zeitung“ spricht von einem „Steuerdiktat“ der Großmacht USA. Die großen EU-Staaten wollen den automatischen Datenaustausch nun also zum Standard für Europa machen. Die Letzte, die sich dagegen offensiv wehrt, ist die österreichische Finanzministerin Maria Fekter von der Österreichischen Volkspartei. Sie sprach in Dublin von „einem Angriff auf das Bankgeheimnis“, das in Österreich Verfassungsrang hat. Der vorgeschlagene Datenaustausch führe „zu einem Datenfriedhof“. „Es ist besser an der Quelle zu besteuern“, so Fekter. Österreich erhebt – allerdings anonym- eine Quellensteuer auf Zinseinkünfte.

 

 

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